5. Mai – EU Prostesttag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung

Barrierefreie Grundrechte

5. Mai EU Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung

Protesttag Flyer Formatiert neu Endfassung

Forderungen des Aktionsbündnisses: Downsyndrom Marburg 21, Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf e.V., Neue Arbeit Marburg GmbH, Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf, Netzwerk für Teilhabe und Beratung e.V., Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Eßtragon gGmbH, Epilepsie Selbsthilfegruppe, Marburg Wir.Sprechen.Mit., fib e.V. VDK Ortsgruppe Marburg, Kerstin Heim, EX-IN

Barrierefreie Grundrechte
Das Bündnis Marburg-Biedenkopf zum Aktionstag am EU Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung stellt einen Forderungskatalog auf, der Barrierefreiheit in den Fokus nimmt. Die momentanen Einschränkungen der Grundrechte machen für die ganze Gesellschaft spürbar, welche elementare Bedeutung sie haben und wie hart der Ausschluss davon sich individuell auswirkt. Menschen mit Behinderung sind allzu oft zu aller Zeit durch Barrieren an der vollen Wahrnehmung der Grundrechte ausgeschlossen.
Gerade wird zaghaft in kleinen Schritten die Ausübung der Religionsfreiheit wieder zugelassen. Was ist aber mit den Menschen, die auf eine Gebärdendolmetscher*in oder eine Ringschleifenanlage angewiesen sind, die aufgrund ihrer Sehbehinderung am Geschehen nur schwer teilnehmen können? Warum gibt es keine Gottesdienste in leichter Sprache für Menschen mit Lernschwäche oder kognitiven Einschränkungen. Wann werden Gotteshäuser und ihre Gemeinschaftsräume barrierefrei, auch mit barrierefreier Toilette? Fragen die klar werden lassen, dass gleiches Recht für Alle von den Gegebenheiten vor Ort abhängig ist. Gottesdienste werden jetzt live gestreamt und sind damit auch aus der jeweils eigenen Gemeinde zugänglich für die, die das Haus aufgrund von körperlicher Behinderung oder psychischer Erkrankung nicht verlassen können. Solche Ideen dürfen Schule machen, nicht nur in Zeiten von Corona, nicht nur zur Ausübung der Religionsfreiheit.
Selbst Wahlen, das grundlegendste Grundrecht der Demokratie, sind ganz oft nicht barrierefrei, denn sogar Wahllokale bleiben unzugänglich. Ganz davon abgesehen ist es für eine fundierte Meinungsbildung und Beteiligung zwingend, dass auch Informationen über die politischen Entscheidungen, Wahlkampveranstaltungen, Sitzungen und Diskussionen für alle verständlich in leichter Sprache oder in deutscher Gebärdensprache kommuniziert werden. Landratsämter, Rathäuser und Bürgerhäuser müssen umgestaltet werden, ebenso wie die Homepages öffentlicher Einrichtungen. Demokratie bedingt auch Beteiligung, so über Behindertenbeiräte, die sich selber konstituieren und unabhängig besetzt werden. Diese Expertise ist für die Weiterentwicklung der Gesellschaft hin zur Integration oder gar Inklusion unabdingbar. Wer nicht auf die Toilette kann oder für wen es keine bezahlbare und barrierefreie Mobilität gibt, kann seine Grundrechte in breiter Front nicht ausüben.
Nicht wenige Freizeitangebote, auch im Bereich Sport, sind für Menschen mit Behinderung nicht nur in Zeiten von Corona unerreichbar. Gaststätten selten schwellenfrei erreichbar, fast nie mit barrierefreien sanitären Anlagen.
Der Mangel an bezahlbarem barrierefreiem Wohnraum der gekoppelt sein muss mit barrierefreier umgebender Infrastruktur schränkt die Freizügigkeit erheblich ein. Die Entscheidung zur selbständigen Lebensführung darf nicht durch den Mangel an Angeboten verweigert sein.
Das Recht auf Bildung ist momentan für die meisten Schüler*innen eingeschränkt, aber weil kein Unterricht im Schulgebäude stattfindet, fallen für Kinder mit Behinderung die Schulassistenzen weg., dabei wäre eher mehr Unterstützung im Home-Schooling notwendig. Ganz viele Rückschritte in der Entwicklung werden damit billigend in Kauf genommen. In Deutschland besteht Schulpflicht für alle, aber die Schulassistenz wird immer nur für ein halbes Jahr genehmigt. Immer wieder Kampf der Eltern, um zu der notwendigen Unterstützung zu kommen. Lebenslanges barrierefreies Lernen muss als Anspruch gelten, damit sich jeder Mensch mit oder ohne Behinderung nach seinen Möglichkeiten und Interessen entfalten kann.
Das Aktionsbündnis ist sich einig, es gilt damit genau JETZT anzufangen. „Behindern ist heilbar“, so Bernd Gökeler von NTB e.V. Die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung ist im Grundgesetz verankert, längst in der UN-Behindertenrechtskonvention differenziert ausformuliert und seit 2009 in Deutschland ratifiziert.
Bernd Gökeler

Foto, Privat: Grundrechte sind mehr als eine Luftblase, sie sind der Grund der mit Recht trägt.

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Heike Emmel erhält die Goldene Ehrennadel der DMSG Hessen

Goldene Ehrennadel der DMSG Hessen e.V. an Heike Emmel überreicht

Heike Emmel 2017 bei der Demonstration in Berlin gegen das BTHG „Nicht mein Gesetz“
Foto: privat

 

Eigentlich hatte Heike Emmel 2006 nach vielen Jahren das Amt der Kassenwartin niedergelegt, sie glaubte für immer. Als 2011 die Gruppe großen Verwerfungen ausgesetzt war, übernahm Sie pflichtbewusst die Verantwortung wieder, eigentlich nur vorübergehend. Im November 2019 ist Heike Emmel dann zum 5. Mal hintereinander zur Kassenwartin mit großer Mehrheit gewählt worden. Heike Emmel ist neben der Buchhaltung aber für vieles andere im Einsatz. Wenn die DMSG keinen Fahrdienst stellen kann, fährt Sie kurzerhand den Bus, um die mobilitätseingeschränkten Mitglieder zum Gruppentreffen zu holen, selber und nimmt damit 3 Tage Einsatz in Kauf. Im privaten PKW hat sie solche Fahrdienste in den vielen Jahren immer wieder ohne großes Aufheben geleistet. Von individuellen Handreichungen, der Kaltgetränkeversorgung, Krankenbesuchen, persönlichen Geburtstagsgratulationen über das Verleihen von eigenen Hilfsmitteln und dem E-Scooter, bis hin zum Wechseln der Inkontinenzeinlage bei  Gruppenmitgliedern ist ihr nichts fremd. Viele Jahre war sie bei jedem Spendenlauf/run for help ohne Begleitung durch Sozialarbeiter der DMSG in den Schulklassen, mit großem Anklang bei den Kindern. Auch das politische Parkett scheut Sie nicht und geht auf Veranstaltungen der Landrätin und des Oberbürgermeisters, zeigt Präsenz. Gesicht zeigt sie auch durch tatkräftige Unterstützung seit ganz vielen Jahren beim Welt-MS-Tag und seit 7 Jahren am 5. Mai, beim Aktionstag anlässlich des EU-Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung. Gleiches gilt für ihre Teilnahme an einigen Vereinsmessen und am Selbsthilfegruppentag 2018.

Heike Emmel erhält für Ihr Engagement die Ehrenurkunde durch den Schirmherrn der Spendenläufe
„run for help“,
den hessischen Kultusminister  Alexander Lorz (2. von links)

Foto: Sonja Thelen DMSG Hessen e.V.

Aber auch MS-Betroffene im Ausland durften von Ihrer Hilfsbereitschaft profitieren. 2002 fuhr Sie auf Einladung der MS SHG nach Novi-Knezevacin in Serbien, zur Feier des 10 jährigen Bestehens der dortigen MS Selbsthilfe-Gruppe. Für die MS SHG Marburg-Biedenkopf war sie die erste Delegierte in der Delegiertenversammlung der DMSG Hessen und übte dieses Amt viele Jahre bis zur Umwandlung in eine Mitgliederversammlung aus, auch weiter nachdem sie im Leitungsteam der MS SHG Marburg-Biedenkopf 2006 aufgehört hatte.

Heike Emmel ist damit seit 2001 ehrenamtlich aktiv für die DMSG Landesverband Hessen e.V. Dafür erhielt Sie im Rahmen der Weihnachtsfeier der MS SHG Marburg-Biedenkopf die Goldene Ehrennadel. Überreicht wurde dieses durch das Vorstandsmitglied Beisitzerin Dr. Sybille Starzacher verbunden mit lobenden Worten für den langjährigen uneigennützigen Einsatz.

Manchmal erfrischend forsch und direkt, aber immer am Mitmenschen, immer mit offenem Blick für die Schwächsten in der Gruppe. Alle Anwesenden gratulieren aufs Herzlichste und wünschen privat und im Ehrenamt alles Gute für die Zukunft.

Bernd Gökeler

Heike Emmel erhält durch Dr. Sybille Starzacher, Mitglied des Vorstandes der DMSG Landesverband Hessen e.V.,
die Goldene Ehrennadel und die zugehörige Urkunde                                 Foto: privat

 

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Dagmar Spill würdigt Bernd Gökeler + Wahl der Gruppenleitung

Dagmar Spill würdigt Bernd Gökeler + Wahl der Gruppenleitung/Stammtischleitung

Zum Gruppentreffen im Oktober hatte sich erfreulicherweise kurzfristig ergeben, dass die 1. Vorsitzende der DMSG Hessen e.V. Dagmar Spill nach Moischt kam. Es war ihr ein Anliegen persönlich und im Namen des Landesverbandes Bernd Gökeler zu seiner Ehrung mit dem Verdienstkreuz am Bande zu gratulieren. Frau Spill hob vor allem seine ehrenamtlichen Leistungen der letzten fast 20 Jahre für MS-Betroffene in der DMSG hervor. Es sei wichtig die Dinge zu benennen und Bernd Gökeler sei es gelungen sehr oft den Nerv der Problemlagen zu treffen. Gökeler erwiderte schmunzelnd, dass das mit dem Treffen des Nervs bei der Selbsthilfe für eine neurologische Erkrankung ja fast zwingend sei.

Kassiererin Heike Emmel, Gruppenleiter Bernd Gökeler und die 1. Vorsitzende der DMSG Landesverband Hessen e.V. Dagmar Spill.                                                                                                               Foto: privat

 

Dankenswerterweise übernahm Dagmar Spill die Aufgabe der Wahlleiterin, denn nach 2 Jahren lag es turnusgemäß an, das Leitungsteam der Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf zu wählen.

Mit großer Mehrheit wurde Bernd Gökeler als Gruppenleiter und Heike Emmel als Kassiererin zum 5. Mal in Folge bestätigt.
Ebenfalls wurde Irene Häuser für die Leitung des Stammtisches mit großer Mehrheit zum 2. Mal wiedergewählt.

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Auf Bernsteinsuche an der Ostsee

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Bernsteinsuche an der Ostsee, Gruppenfreizeit nach Nienhagen

In der ersten Septemberwoche ging es für die MS SHG Marburg-Biedenkopf an die Ostsee zur Bernsteinsuche. 22 Personen, davon 11 mit Rollstuhl oder E-Scooter, 1 Pflegekraft, 24 Stunden Assistenz und ehrenamtlichen Helfer*innen machten sich auf nach Nienhagen. Über die bereits aus früheren Gruppenfreizeiten bekannte Lüneburger Heide reiste die Gruppe an. Schon der erste Abend wartete mit einem Bilderbuchsonnenuntergang auf, der den Gespensterwald in heimeliges Licht tauchte.

Der erste Ausflug führte nach Rostock, eine Stadt die bis in die Neuzeit die Backsteingotik hoch hielt und durch vorausschauende Stadtplaner ein Gesamtbild trotz massivem Neubau erhielt. Einblick in die Lebenswelt der Nord- und Ostsee bot das Ozeaneum in Stralsund. Eine erstaunliche Vielfalt an heimischen Meeresbewohnern war zu erleben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Scheelehof, ein Gebäude von 1350, konnte auf eigene Faust die Hansestadt erkundet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gorch Fock I liegt zur Besichtigung direkt im Hafen vor dem Ozeaneum.

Den am Tag vorher in Aquarien bestaunten Lebensraum befuhr die Gruppe mit dem Schiff, das Salzhaff, von Rerik aus. Allein der Wechsel der Wolkenbilder von strahlend blau bis zu einem Gewitter, das so tief hing, dass man die Hand danach ausstrecken mochte, war faszinierend und nicht alltäglich.

Bad Doberan ist bekannt für seinen Dom und das dazugehörende Kloster. Backsteingotik mit der noch vorhandenen kirchlichen Ausstattung aus dem Mittelalter, u.a. einer viele Informationen anzeigenden Astronomischen Uhr.

Stärkung fand die Gruppe im Weißen Pavillon, einem klassizistischen Bau mit ganz eigenem Flair.

Den Abschluss bildete eine Hafenrundfahrt in Warnemünde, Riesenkräne machten heftig Eindruck, ebenso wie eine Werft, in der gerade das größte Kreuzfahrtschiff der Welt gebaut wird. Die Stadt ist geprägt von Räucherbuden am Hafen mit frischem Fisch und von herausgeputzten Fischer-, Lotsen- und Kapitänshäusern in den dahinter liegenden Straßen.

Viele Eindrücke zum Mitnehmen und wertvolle Ablenkung von dem durch die MS geprägten Alltag. Die unschätzbare Bedeutung eines solchen für viele im Jahr einmaligen Ereignis ist immer wieder spürbar, besonders für die Personen aus dem Pflegeheim.

Bernd Gökeler            Fotos: privat

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Hubertus Heil übergibt Verdienstkreuz am Bande / Bundesverdienstkreuz an Bernd Gökeler

Arbeitsminister Hubertus Heil übergibt Verdienstkreuz am Bande an Bernd Gökeler

Am 24.09.2019 übergab der Bundesminister Hubertus Heil in einer Feierstunde in Berlin das Verdienstkreuz am Bande an Bernd Gökeler für seinen seit 20 Jahren erbrachten ehrenamtlichen Einsatz gegen Ausgrenzung. Alle 2 Jahre werden 12 Personen für Ihre Leistungen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales gewürdigt und der Verdienstorden überreicht. Überschrift ist „DEUTSCHLAND SAGT DANKE“ für soziales Engagement.
Die Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf Kirsten Fründt war ebenfalls nach Berlin gereist und steckte den Orden an. Für die MS SHG Marburg-Biedenkopf nahm Heike Emmel teil.

Der Ministerpräsident des Landes Hessen Volker Bouffier, Finanzminister Dr. Schäfer, MdL Dirk Bamberger und der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol gratulierten schriftlich zu der Auszeichnung.

Weitere Informationen und Bilder:

  1. https://www.bmas.de/SharedDocs/Videos/DE/Artikel/Arbeitsmarkt/verdienstorden.html;jsessionid=78B07187094B4DD408C07FA1A5EB36EC
  2. https://www.dmsg-hessen.de/bernd-goekeler-mit-dem-bundesverdienstkreuz-ausgezeichnet/
  3. https://www.op-marburg.de/Landkreis/Suedkreis/Bundesverdienstkreuz-fuer-Hachborner-Bernd-Goekeler
  4. https://www.facebook.com/landraetin.kirsten.fruendt/photos/pb.1052043638154855.-2207520000.1569778070./3703127943046398/?type=3&theater
  5. http://pressreader.com/germany/nwz-goppinger-kreisnachrichten/20191008/282522955217255

 

Bild: Bundesminister Hubertus Heil im Gespräch auf Augenhöhe mit Bernd Gökeler
Q.: Thomas Rafalzyk

Der Verdienstorden der Bundesrepublik in der Stufe Verdienstkreuz am Bande wurde Bernd Gökeler am 10. Juli von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier verliehen, für die Verdienste um die Verbesserung der Lebensbedingungen für benachteiligte Menschen mit chronischer Krankheit und Behinderung.

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Tagesausflug im Frankfurer Zoo

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Die jungen Kragenbären trotzen spielerisch dem Regen

Besuch bei der Verwandtschaft im Frankfurter Zoo

Bei leider verregnetem Maiwetter besuchte die MS SHG Marburg-Biedenkopf den Frankfurter Zoo. Tier wie Mensch zog es in die verschiedenen Häuser. 2 Führungen lenkten den Blick auf artgerechte Tierhaltung und Arterhaltungszucht in modernen Zoologischen Gärten, zu denen sich auch Frankfurt zählt. Unter anderem werden asiatische Löwen gezüchtet, von denen nur noch weltweit 300 Exemplare leben. In der gerade erst eingeweihten Pinguinanlage wird in vielen Facetten erklärt, warum der Lebensraum immer kleiner wird und was jeder einzelne Mensch tun kann, um dies mit zu verhindern.

Zwergseebär, der den Regen als Gelegenheit zur erweiterten Körperpflege sieht

Zwergseebären sind fälschlicherweise zu ihrem Namen gekommen, sie sind die größte Seebärenart, in Frankfurt momentan nur als reine Männergruppe gehalten. Die Größe der Gehege ist immer wieder Thema, so auch bei der auf Mallorca geborenen Flusspferdwitwe Petra, die dazu noch alleine leben muss. In Anbetracht des hohen Alters mit weit über 40 Jahren wird kein Umzug mehr angestrebt.

Die Bonobos gehören zu den Menschenaffen und ein Männchen zeigte sehr charmantes Verhalten der Zoo-Führerin und hoch aggressives Dominanzverhalten dem Zoo-Führer gegenüber, individuelles Wiedererkennen also. Zur modernen Tierhaltung gehört die Beschäftigung der Tiere auf ganz unterschiedliche Weise, Tier-Fütterungen die mit Aufgaben verbunden sind zeigen das besonders eindrucksvoll. Die Einkehr der SH-Gruppenmitglieder war zwar ohne spielerische Einlagen aber nicht weniger wichtig. Trotz der Regenfeuchte ein gelungener Tagesausflug für die Marburger*innen, insbesondere nachdem der letzte Besuch im Frankfurter Zoo weit über ein Jahrzehnt zurückliegt.

Im Affenhaus war es war und trocken, für Mensch und Tier

Ein freiwilliger Zoobewohner auf Rosen gebettet

Fotos: Bernd Gökeler


Welt MS Tag und EU Protesttag, Aktionstag am 03. Mai

Inklusion darf keine Seifenblase bleiben, schillernd von außen aber ohne Inhalt und nur für den Moment!!

Foto vom Aktionstag 2018 : Bernd Gökeler

 

EU Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung und Welt Multiple-Sklerose Tag am 3. Mai von 10.00 bis 15.00 Uhr vor der Stadthalle in Marburg

Im Mittelpunkt des diesjährigen Welt-Multiple-Sklerose Tages steht das Motto „Keiner Sieht´s. Einer Spürt`s.“ denn bei der Multiple-Sklerose, einer chronischen Entzündung des Zentralen-Nervensystems, der Erkrankung der 1.000 Gesichter, sieht man die Mehrzahl der Symptome nicht. Eine oft unsichtbare Erkrankung und deshalb in ihrer Auswirkung zu oft vom Umfeld nicht wirklich wahrgenommen, wie übrigens die Mehrheit aller Chronischen Erkrankungen. Deshalb geht die MS-Selbsthilfegruppe Marburg Biedenkopf schon seit vielen Jahren öffentlich Gesicht zeigen, das Unsichtbare sichtbar oder fühlbar zu machen. Dazu gründete die Gruppe vor vielen Jahren den Aktionstag zum EU Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Marburg mit. Es ist eine gute Möglichkeit um mit vielen anderen Organisationen der Behindertenhilfe zu zeigen was geht, Mit und OHNE Behinderung und wie in diesem Jahr ganz besonders MIT-EINANDER. Der Aktionstag am 3. Mai vor der Stadthalle von 10.00 bis 15.00 Uhr hat 2019 die „Mission Inklusion, Die Zukunft beginnt mit Dir!“  Am Stand der MS Selbsthilfe können durch Simulation die Einschränkungen der Sinneswahrnehmungen und des Bewegungsapparates sichtbar bzw. fühlbar werden. Wenn man versteht was man nicht sieht, kann man denjenigen Menschen verstehen, der es Tag für Tag spürt. Mit dem Verstehen, mit dem Vertraut machen, beginnt der lange Weg zur Inklusion und er beginnt mit jedem Einzelnen in der Gesellschaft. Durch Informationsmaterial zum Thema Leben mit MS und allgemein Leben mit Behinderung u.a. Wohnen mit Behinderung, Mobilität mit Behinderung etc. erweitert sich das Bild. Ein besonderes Augenmerk fällt dabei auf die Broschüren in Leichter Sprache. Eine nicht seltene unsichtbare Auswirkung ist bei der MS das Auftreten von sogenannten kognitiven Defiziten, also der Rückgang der geistigen Fähigkeiten, bei manchen punktuell, bei anderen im Rückgang der planerischen Fähigkeiten im Alltag. Wesentlich verstärkend wirkt sich dabei das sogenannte Erschöpfungs- oder Müdigkeitssyndrom aus, eine weitere unsichtbare Veränderung durch MS. Jeder kennt es, Müdigkeit ist für konzentrativen Fähigkeiten hinderlich, chronische Müdigkeit ist ständig hinderlich. Eine Hilfe also auch für einige Menschen mit MS kann leichte oder zumindest einfache Sprache sein. Leichteres und damit besseres Verstehen ALLER ist eine Voraussetzung für Inklusion.
„Inklusion geht nur wenn es alle machen, ganz nach dem Motto „die Zukunft beginnt“ gerade „mit Dir“ und Zukunft beginnt JETZT. Das gilt es an diesem Tag initiiert durch die vielen Teilnehmer*innen zu leben und zu erleben damit es sicht- und spürbar wird!!“ so Bernd Gökeler, der Gruppenleiter.
Ein Rahmenprogramm ergänzt die bunte Vielfalt der Gruppen und Initiativen, für das Gemeinsamkeit stiftende Essen und Trinken ist gesorgt. Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sind Teil des MIT-EINANDER.

In der Multiple Skerose Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf wird seit bald 39 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe gelebt. Gruppentreffen sind jeden 2. Donnerstag um 15.00 Uhr im Bürgerhaus Marburg Moischt. Daneben trifft sich der Stammtisch der Gruppe jeden letzten Donnerstag im Monat im Anglerheim in Wehrda.
Weitere Informationen über www.dmsg-hessen.de/marburg-biedenkopf/

FLYER 2019

Thorsten Büchner, Moderator, am Stand der MS SHG mit der Fühlstraße

Cuxland Ahoi!


 

         

Cuxland Ahoi!

In der 37 jährigen Geschichte der MS SHG Marburg-Biedenkopf ging es das erste Mal gen Nordsee, ins Cuxland, 20 Personen, davon 8 mit Rolli und 2 mit Rollator, eine 24 Stunden Assistenz und 2 ehrenamtliche Kräfte. Zum Auftakt ließen am 1. Tag Sturmböen mit Windstärke 7 es kurzfristig auf dem Deich von Bremerhaven sehr ungemütlich werden Bei der anschließenden Dicke Pötte Tour, der Hafenrundfahrt, entlang der weltgrößten Containerschiffe war die See hingegen wieder erfreulich blank. Ganz gemütlich mit 6 km/h tuckert die Torflorenbahn durch das Moor und einheimische Führung eröffnete Einblicke in die harte karge Vergangenheit und die ökologisch touristische Gegenwart. Durch die immense Ausdehnung von Cuxhaven umfasste die Stadtrundfahrt die außergewöhnliche Strecke von 57 km. Der anschließende Abstecher zur Alten Liebe verführte zur maritimen Sehnsucht. Was es für 9 Millionen Menschen bedeutet hat wirklich auf große Fahrt zu gehen, ließ das Auswandererhaus erahnen. In die Rolle einer namentlich benannten Auswander*in oder einer Einwander*in zu schlüpfen sensibilisiert durchaus neu für die aktuelle Situation der Migranten. Den Abschluss bildete die Kutschfahrt durch das Wattenmeer, einzigartig, was sich an markanter Schönheit bei abgelaufenem Wasser zeigt. Dunen mit seiner barrierefreien Promenade machte auch für die Rollifaher*innen den Zugang zu Sand und Wasser möglich. Einhelliger Wunsch der Teilnehmer*innen: „Meer“ davon!

Bernd Gökeler

Fotos privat


 

Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung (EUTB) eröffnet

 


  

Landrätin Kirsten Fründt li.                              Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies li.
jeweils mit dem Vorsitzenden NTB e.V. Bernd Gökeler und dem Stellvertretenden
Vorsitzenden NTB e.V. Wolfgang Urban

Erfolg der Selbsthilfe, EUTB wird real

Lange kämpfte insbesondere die Selbsthilfe für die Einrichtung einer flächendeckenden unabhängigen Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung oder die von Behinderung bedroht sind. Auch in der Auseinandersetzung zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) war dies eine der zentralen Forderungen. Deutschlandweit entstehen seit diesem Jahr nun 500 dieser Ergänzenden Unabhängigen Teilhabe-Beratungsstellen, kurz EUTB. Die Beratung wird gewährt ergänzend und nicht konkurrierend zu den bestehenden Beratungsangeboten. Sie ist unabhängig, weil von der Finanzierung und von der Umsetzung der Teilhabeleistung unabhängig, alleinige Aufgabe ist die Beratung im Sinne der Betroffenen ohne jegliche eigene Interessen. Darüber hinausgehend soll die Beratung vorrangig von sogenannten Peers, also von Menschen die selber behindert sind oder die eng als Angehörige den Lebensalltag von Menschen mit Behinderung erfahren haben durchgeführt werden. Die Fachlichkeit der Beratung wird um die Komponente der eigenen „Betroffenheit“ gleichrangig erweitert. Die Selbsthilfe forderte das nicht nur, sondern lebt es. So auch die MS SHG Marburg-Biedenkopf, die intensiv 2016 mit den Landtags- und Bundestags-Abgeordneten der Region für eine Verbesserung des BTHG eintrat und seit 2017 Mitglied des Netzwerkes für Teilhabe und Beratung ist, seit Februar umgewandelt in Netzwerk für Teilhabe und Beratung e.V. (NTB e.V.). Eine mindestens hessenweit einmalige Konstellation, dass Leistungsträger und zu über der Hälfte Selbsthilfe-Gruppen/Initiativen Mitglied sind, sowohl paritätisch als auch diakonisch organisiert. Dieses Engagement mündete in die Bewerbung um eine EUTB für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Zuschlag erfolgte Ende 2017 und am 24.08.2018 war es soweit, die Beratungsstelle konnte mit großem öffentlichem Interesse eröffnet werden. Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nahm sich die Zeit für eine Besichtigung und den Austausch mit den 5 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und dem 7 köpfigen Vorstand. Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sprachen Grußworte, Vertreter*innen des Kreistages, des Stadtparlamentes, der Verwaltung, vieler Organisationen/Initiativen, Ingrun Bechen als für die Region zuständige Sozialberaterin der DMSG Hessen e.V. und viele Menschen mit und (vermeintlich) ohne Behinderung füllten die Räume bis an ihre Grenzen. Ein beeindruckendes Bild und ein hochhilfreiches Zeichen des Interesses. Behindern ist heilbar, durch mehr Teilhabe und barrierefreie Gestaltung des Sozial-Raumes, das muss im Sinne des BTHG real werden und geht alle an.

Bernd Gökeler

             

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer 2. von re.        von links: Wolfgang Urban stellv. Vorsitzender, Bernd Gökeler
im Gespräch mit Mitarbeiter*innen EUTB              Vorsitzender, Peer Berater*innen der EUTB: Linda Sprenger,
und Vorstand NTB e.V.                                                 Mira Wiessalla, Josef Bauer, Stefanie Ingiulla, Marion Kaschner

Fotos privat

Kontakt: Netzwerk für Teilhabe und Beratung e.V. (NTB e.V.) Verein für ergänzende und unabhängige Beratung von und für Menschen mit Behinderung
Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung (EUTB)
Auf der Weide 1 (Eingang von der Frankfurterstraße), 35037 Marburg
06421/9533103
www.netzwerk-teilhabe.de


 

Motologie geht in die Fortsetzung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motologie fand und findet in Marburg Fortsetzung

In diesem Sommersemester haben die beiden Motologen Birk Scheibehenne und Alexander Hetke
mit eigener Konzeption und in selbständiger Verantwortung den Kurs „motologische Gesundheitsförderung“ durchgeführt. Veranstalter war, wie schon seit vielen Jahren, die MS SHG Marburg-Biedenkopf. Die vielfältig und damit optimal ausgestattete Halle stellte dankenswerterweise die Universität Marburg Fachbereich Sport zur Nutzung zur Verfügung.

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